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JuraForum.deUrteileLAG-HAMMUrteil vom 03.11.2006, Aktenzeichen: 7 Sa 1232/06 

LAG-HAMM – Aktenzeichen: 7 Sa 1232/06

Urteil vom 03.11.2006


Leitsatz:Auch im Interesse selbständiger Handelsvertreter erfolgt eine Inhaltskontrolle vorformulierter Vertragsklauseln, §§ 310 Abs. 1, 307 Abs. 1 S. 1 BGB.

Aus der Höhe der Vertragsstrafe kann eine unangemessene Benachteiligung des Handelsvertreters folgen (so schon: BGH v. 3.4.1998, NJW 1998, 2600). Die Rechtsfolge ist die Nichtigkeit der gesamten Vertragsklausel, § 306 Abs. 2 BGB. Eine Geltungserhaltende Reduktion ist ausgeschlossen (so schon: BGH v. 25.06.2003, NJW 2003, 2899). Die Herabsetzung der Vertragsstrafe gem. §§ 343 BGB setzt ein wirksames Vertragsstrafenversprechen voraus.
Rechtsgebiete:HGB, BGB
Vorschriften:HGB §§ 84 ff., HGB § 86 Abs. 1, BGB § 310 Abs. 1, BGB § 307 Abs. 1 S. 1, BGB § 306 Abs. 2,
Stichworte:gesetzliches Wettbewerbsverbot, Vertragsstrafe, Inhaltskontrolle, unangemessene Benachteiligung,
Verfahrensgang:ArbG Herne 3 Ca 3843/05 vom 22.06.2006

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