LAG-HAMBURG – Aktenzeichen: 8 Ta 11/04

Beschluss vom 29.07.2004


Leitsatz:- Der Gegenstandswert für einen Beschäftigungsanspruch ist grundsätzlich mit einem Brutto-Monatsgehalt zu bewerten. (Bestätigung der ständigen Rspr. des LAG Hamburg: Bes. v. 30. 3. 1989 - 6 Ta 32/88 - JurBüro 90, 49; v. 2. 9. 2002 - 7 Ta 21/02 - MDR 03, 178; zuletzt: Beschlüsse vom 4. 6. 2003 - 4 Ta 7/03; 5. 8. 2003 - 6 Ta 13/03; 10. 5. 2004 - 8 Ta 5/04, n. v.).

- Trinkgelder sind bei der Festlegung der Höhe des Monatsgehalts grundsätzlich nicht zu berücksichtigen.
Rechtsgebiete:BRAGO, ArbGG, KSchG, ZPO, ArbGG, GKG
Vorschriften:§ 10 BRAGO, § 10 II 4 BRAGO, § 10 II 5 BRAGO, § 10 III 1 BRAGO, § 12 VII ArbGG, § 4 KSchG, § 256 ZPO, § 574 I Nr. 2 ZPO, § 78 S. 2 ArbGG, § 5 GKG, § 25 GKG
Stichworte:Festsetzung des Gegenstandswerts eines Beschäftigungsanspruchs
Verfahrensgang:ArbG Hamburg 19 Ga 6/04 vom 27.04.2004

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