JuraForum.de > Urteile > LAG-DUESSELDORF > Urteil vom 30.04.2008, Aktenzeichen: 7 (12) Sa 1099/06
| Leitsatz: | 1. Rügt ein Arbeitnehmer gegenüber dem Betriebsveräußerer die Fehlerhaftigkeit des Unterrichtungsschreibens und behält er sich ausdrücklich vor, sein Widerspruchsrecht vorbehaltlich weiterer Aufklärungen noch auszuüben, so kann darin ein vertrauenszerstörender Umstand liegen, der eine Verwirkung ausschließt. 2. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Veräußerer bereits von einer größeren Anzahl anderer Arbeitnehmer wegen fehlerhafter Unterrichtung eine Widerspruchserklärung erhalten hat und von diesen gerichtlich auf das Bestehen von Arbeitsverhältnissen in Anspruch genommen wird. |
| Rechtsgebiete: | BGB, KSchG, ArbGG, ZPO |
| Vorschriften: | BGB § 124, BGB § 126 b, BGB § 613 a, BGB § 613 a Abs. 1, BGB § 613 a Abs. 1 S. 1, BGB § 613 a Abs. 2, BGB § 613 a Abs. 3, BGB § 613 a Abs. 4, BGB § 613 a Abs. 5, BGB § 613 a Abs. 5 Nr. 3, BGB § 613 a Abs. 5 Nr. 4, BGB § 613 a Abs. 6, BGB § 613 a Abs. 6 S. 1, BGB § 615 S. 2, KSchG § 5 Abs. 3 S. 2, KSchG § 5 Abs. 3 S. 3, ArbGG §§ 46 Abs. 2, ZPO § 256, ZPO § 256 Abs. 1, |
| Stichworte: | Betriebsübergang - fehlerhafte Unterrichtung - Widerspruch, |
| Verfahrensgang: | ArbG Solingen, 5 Ca 2495/05 lev vom 19.09.2006 |
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