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JuraForum.deUrteileLAG-DUESSELDORFUrteil vom 01.09.2005, Aktenzeichen: 5 Sa 212/05 



LAG-DUESSELDORF – Aktenzeichen: 5 Sa 212/05

Urteil vom 01.09.2005


Leitsatz:1. Bei der Anrechnung anderweitigen Verdienstes im Sinne des § 615 Satz 2 BGB hat keine Gesamtberechnung zu erfolgen, sondern eine Berechnung nach Zeitabschnitten (entgegen BAG, Urteil vom 24.08.1999 - 9 AZR 804/98 -).

2. Hat ein Arbeitnehmer während des Annahmeverzugs höherwertige Tätigkeit als bei seinem Hauptarbeitgeber geleistet (hier: Flugkapitän statt Co-Pilot), beschränkt sich die Anrechnung des Zwischenverdienstes nicht auf das fiktive Gehalt eines Co-Piloten.

3. Aufwendungen, die der Arbeitnehmer im Rahmen seiner anderweitigen Tätigkeit hat, kann er gemäß §§ 683, 679, 670 BGB gegenüber seinem Hauptarbeitgeber geltend machen.
Rechtsgebiete:BGB, KSchG
Vorschriften:BGB §§ 293 ff., BGB § 615, BGB § 683, BGB § 679, BGB § 690, KSchG § 11,
Stichworte:Annahmeverzug, Anrechnung anderweitigen Verdienstes, Höherwertige anderweitige Tätigkeiten, Berechnung nach Zeitabschnitten,
Verfahrensgang:ArbG Düsseldorf 11 Ca 6399/04 vom 09.12.2004

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