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JuraForum.deUrteileLAG-BERLINBeschluss vom 20.09.2005, Aktenzeichen: 3 TaBV 1069/05 

LAG-BERLIN – Aktenzeichen: 3 TaBV 1069/05

Beschluss vom 20.09.2005


Leitsatz:1. Im Rahmen des Mitbestimmungsrechts des Betriebsrats bei der Aufstellung einer Kleiderordnung für die Mitarbeiter des Arbeitgebers, der ein Spielcasino betreibt, besteht keine sog. Annexkompetenz des Betriebsrats in Bezug auf die Kostentragung, wenn individual-rechtlich keine Grundlage dafür gegeben ist, dass der Arbeitgeber die Kosten für die Anschaffung und Pflege der von den Arbeitnehmern einzubringenden Kleidung zu tragen hat.

2. Da die von den Arbeitnehmern zu stellende Kleidung grundsätzlich als Arbeits- oder Berufskleidung anzusehen ist, die schon mit der Arbeitsvergütung abgegolten ist, verletzt der Spruch der Einigungsstelle, der im Rahmen der festgelegten Kleiderordnung keine Regelung über die Kostentragung enthält, nicht das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats.
Rechtsgebiete:BetrVG
Vorschriften:BetrVG § 76 Abs. 5 Satz 4, BetrVG § 87 Abs. 1 Ziff. 1,
Stichworte:Spruch der Einigungsstelle über eine Kleiderordnung, Kostentragung,
Verfahrensgang:ArbG Berlin 36 BV 1038/05 vom 26.04.2005

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