LAG-BADEN-WUERTTEMBERG – Aktenzeichen: 18 Sa 33/10

Urteil vom 10.12.2010


Leitsatz:Enthält ein Arbeitsvertrag keine ausdrücklichen Regelungen zum Arbeitsort, gilt der Betriebsort als vertraglich festgelegter Arbeitsort. Dies folgt schon aus § 269 Abs. 1 BGB, wonach mangels Leistungsbestimmung oder wenn sich der Ort der Leistung nicht aus der Natur des Schuldverhältnisses ergibt, der Leistungsort am Betriebssitz liegt.

Eine Versetzung kraft Weisungsrecht an einen anderen Arbeitsort als den vertraglich vereinbarten kann nur bei entsprechendem vertraglichen Versetzungsvorbehalt vorgenommen werden.
Rechtsgebiete:ArbGG, BGB, GewO, TVG, ZPO
Vorschriften: § 2 ArbGG, § 64 ArbGG, § 66 ArbGG, § 72 ArbGG, § 12 BGB, § 29 BGB, § 38 BGB, § 133 BGB, § 157 BGB, § 199 BGB, § 259 BGB, § 269 BGB, § 275 BGB, § 573 BGB, § 106 GewO, § 3 TVG, § 4 TVG, § 2 ZPO, § 10 ZPO, § 16 ZPO, § 25 ZPO, § 38 ZPO, § 64 ZPO, § 66 ZPO, § 92 ZPO, § 113 ZPO, § 192 ZPO, § 259 ZPO, § 265 ZPO, § 275 ZPO, § 313 ZPO, § 410 ZPO, § 519 ZPO, § 520 ZPO

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