KAMMERGERICHT-BERLIN – Aktenzeichen: 4 U 158/04

Urteil vom 29.11.2005


Leitsatz:Ist ein Kreditvertrag wegen fehlender oder unrichtiger Gesamtbetragsangabe nichtig, wird der Kreditvertrag auch bei verbundenen Geschäften wirksam, wenn die Valuta auf Weisung des Darlehensnehmers an einen Treuhänder überwiesen wird, der auf der Grundlage des abgeschlossenen Treuhandvertrages im überwiegenden Interesse des Darlehensnehmers tätig geworden ist (in Anlehnung an BGH, Urteil vom 21. Sept. 1989 - III ZR 241/88 -, sub 2., NJW-RR 1990, 246 in Abgrenzung zum BGH, Urteil vom 14. Juni 2004 - II ZR 393/02 - , sub I. 3. und - II ZR 407/02 -, sub I.3.).
Rechtsgebiete:VerbrKrG
Vorschriften:§ 4 Abs. 1 S. 4 Nr. 1 b VerbrKrG a. F., § 6 Abs. 2 S. 1 VerbrKrG a. F.
Stichworte:Heilung eines nichtigen Kreditvertrages durch Auszahlung an einen Treuhänder
Verfahrensgang:LG Berlin 4 O 125/03 vom 06.10.2004

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