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JuraForum.deUrteileKAMMERGERICHT-BERLINUrteil vom 15.11.2006, Aktenzeichen: 11 U 28/04 

KAMMERGERICHT-BERLIN – Aktenzeichen: 11 U 28/04

Urteil vom 15.11.2006


Leitsatz:1. Liegen der wahre Wert eines Rückübertragungsanspruches und der dafür gezahlte Kaufpreis über 250 % auseinander, kann auf eine bewusste oder grob fahrlässige Ausnutzung irgendeines den Vertragspartner in seiner Entscheidungsfreiheit beeinträchtigenden Umstandes und damit auf Sittenwidrigkeit geschlossen werden.

2. Der Wert eines Rückübertragungsanspruchs knüpft zwar an den Grundstückswert an, muss mit diesem aber nicht übereinstimmen.

3. Restitutionsbescheide als rechtsgestaltende Verwaltungsakte haben konstitutive Wirkung. Die Zivilgerichte haben auf Grund der Nebenwirkungen eines Restitutionsbescheides (Tatbestandswirkung) grundsätzlich dessen Existenz und seinen Inhalt zu beachten.
Rechtsgebiete:GVG, BGB, ZPO, StPO, VermG, VwVfG, VWZG
Vorschriften:GVG § 17 Abs. 4, GVG § 17 a Abs. 1, GVG § 17 a Abs. 5, BGB § 138 Abs. 1, BGB § 141, BGB § 184, BGB § 184 Abs. 1, BGB § 185 Abs. 1 Satz 1 Var. 1, BGB §§ 812 ff., BGB § 816 Abs. 1 Satz 1, ZPO § 308 Abs. 1, ZPO § 529, ZPO § 529 Abs. 1 Nr. 1, ZPO § 529 Abs. 1 Nr. 2, StPO § 244 Abs. 3 S. 2, VermG § 2 Abs. 1, VermG § 3 Abs. 1, VwVfG § 41 Abs. 1 Satz 1, VWZG § 8,
Verfahrensgang:LG Berlin 3 O 247/03 vom 02.11.2004

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