JuraForum.de > Urteile > KAMMERGERICHT-BERLIN > Urteil vom 04.06.2007, Aktenzeichen: 12 U 208/06
| Leitsatz: | Gegen den nachfolgenden Fahrer spricht der Beweis des ersten Anscheins nur dann, wenn es sich um einen "typischen" Auffahrunfall mit Teilüberdeckung vom Heck und Front handelt. Fährt ein im linken Fahrstreifen nachfolgendes Fahrzeug gegen die linke Ecke des Hecks eines Fahrzeuges, das ebenfalls bereits im linken Fahrstreifen fuhr und zum Zwecke des Wendens lediglich schräg im Mittelstreifendurchbruch angehalten hatte, so kann daraus typischerweise nicht im Wege des Anscheinsbeweises geschlossen werden, der zum Wenden ansetzende habe Sorgfaltspflichten gegenüber dem in demselben Fahrstreifen nachfolgenden Verkehr verletzt. |
| Rechtsgebiete: | StVG, BGB, PflVG, ZPO |
| Vorschriften: | StVG § 7, StVG § 17, StVG § 17 Abs. 1, BGB § 823 Abs. 1, BGB §§ 249 ff., PflVG § 3, ZPO § 286, ZPO § 529 Abs. 1 Nr. 1, ZPO § 531 Abs. 2, ZPO § 531 Abs. 2 Nr. 3, |
| Verfahrensgang: | LG Berlin, 58 O 26/06 vom 19.10.2006 |
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