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JuraForum.deUrteileHESSISCHES-LAGUrteil vom 22.03.2006, Aktenzeichen: 2 Sa 1686/05 

HESSISCHES-LAG – Aktenzeichen: 2 Sa 1686/05

Urteil vom 22.03.2006


Leitsatz:1. Ein schwerbehinderter Stellenbewerber hat Anspruch auf Zahlung einer Entschädigung, wenn aufgrund der fehlenden Unterrichtung der Schwerbehindertenvertretung von seiner eingegangenen Bewerbung eine Benachteiligung vermutet wird und der Arbeitgeber die Vermutung nicht widerlegen kann.

2. Dem Arbeitgeber ist es im Rahmen einer gerichtlichen Prüfung grundsätzlich verwehrt, sich auf sachliche Gründe für die Ablehnung zu berufen, die er dem betroffenen Bewerber bei seiner Unterrichtung nach § 81 Abs. 1 Satz 9 SGB IX nicht mitgeteilt hat (im Anschluss an Hess. LAG vom 07.11.2005 - 7 Sa 473/05).
Rechtsgebiete:SGB IX
Vorschriften:SGB IX § 81 I,
Stichworte:Nichteinstellung, Schwerbehinderter, Entschädigungsanspruch,
Verfahrensgang:ArbG Marburg 2 Ca 65/05 vom 29.07.2005

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