JuraForum.de > Urteile > HESSISCHES-LAG > Beschluss vom 10.04.2008, Aktenzeichen: 9 TaBV 236/07
| Leitsatz: | Bei einem rechtswidrigen Lohneinbehalt oder einer nicht rechtmäßigen Abmahnung steht § 12 a Abs. 1 Satz 1 ArbGG einem auf § 37 Abs. 2 BetrVG gestützten Schadensersatzanspruch gemäß §§ 823 Abs. 2 BGB, 78 Satz 2 BetrVG auf Freistellung von den erstinstanzlichen Anwaltskosten nicht entgegen. Der auf die Funktionsfähigkeit der betrieblichen Mitbestimmung ausgerichtete Schutzzweck des § 78 Satz 2 BetrVG überwiegt gegenüber dem Normzweck des § 12 a Abs. 1 Satz 1 ArbGG, die erstinstanzlichen Verfahrenskosten gering zu halten (Rechtsbeschwerde wg. Divergenz zu BAG Beschluss vom 30. Juni 1993 - 7 ABR 45/92 - zugelassen). |
| Rechtsgebiete: | BetrVG, ArbGG |
| Vorschriften: | BetrVG § 78, ArbGG § 12 a Abs. 1 S. 1, |
| Stichworte: | Betriebsratstätigkeit, Benachteiligung, Zahlungsklage, Rechtsanwaltskosten, |
| Verfahrensgang: | ArbG Frankfurt am Main, 4 BV 47/07 vom 07.08.2007 |
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