JuraForum.de > Urteile > HESSISCHER-VGH > Urteil vom 16.07.2003, Aktenzeichen: 6 UE 3127/01
| Leitsatz: | Die Verpackungsverordnung hat zur Stärkung der Produktverantwortung im Sinne des § 22 KrW-/AbfG die Aufgabe der Entsorgung gebrauchter Verkaufsverpackungen insgesamt und bundesweit aus dem Bereich der öffentlichen Abfallentsorgung herausgenommen und auf die beteiligte Privatwirtschaft übertragen. Eine Beteiligung öffentlich-rechtlicher Körperschaften an der gezielten Entsorgung gebrauchter Verkaufsverpackungen beim Endverbraucher kommt allenfalls dann in Betracht, wenn es sich um die Beteiligung an einem aufgrund der Verpackungsverordnung behördlich festgestellten System handelt. |
| Rechtsgebiete: | BGB, EWGRL 94/62, GG, KrW-/AbfG, VerpackV |
| Vorschriften: | BGB § 1004, EWGRL 94/62 Art. 7 Abs. 1 S. 2, GG Art. 12 Abs. 1, GG Art. 74 Abs. 1 Nr. 24, KrW-/AbfG § 15 Abs. 1, KrW-/AbfG § 22, KrW-/AbfG § 24 Abs. 1 Nr. 2, VerpackV § 6 Abs. 3, |
| Stichworte: | Abfall, Abfallentsorgung, Fehlwürfe, Gelber Sack, Getrenntsammlungsgebot, Gewerbebetrieb, Grüner Punkt, Hersteller, Marktteilnehmer, Pilotprojekt, Produktverantwortung, Rechtswidriger hoheitlicher Eingriff, Restmüll, Systembetreiber, Trockenstabilatanlage, Unterlassungsanspruch, Verpackungsrichtlinie, Verpackungsrichtlinie 94/62/EG, Verpackungsverordnung, Vertreiber, Verursacherprinzip, Vorab-Feststellung, Wettbewerb, duales System, eingerichteter und ausgeübter, flächendeckend, gebrauchte Verkaufsverpackungen, gezielte Erfassung, öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger, |
| Verfahrensgang: | VG Gießen 6 E 1972/97 vom 31.01.2001 |
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