JuraForum.de > Urteile > HESSISCHER-VGH > Beschluss vom 27.05.2008, Aktenzeichen: 9 A 452/08
| Leitsatz: | Eine Aufenthaltserlaubnis nach § 104a AufenthG darf in Fällen, in denen ein Asylantrag des Antragstellers zuvor als offensichtlich unbegründet abgelehnt wurde (§ 30 Abs. 3 AsylVfG), vor der Ausreise nicht erteilt werden (§ 10 Abs. 3 Satz 2 AufenthG). Die Ausnahmeregelung des § 10 Abs. 3 Satz 3 AufenthG greift insoweit nicht ein, weil § 104a AufenthG keinen "Anspruch auf Erteilung eines Aufenthaltstitels" im Sinne des § 10 Abs. 3 Satz 3 AufenthG vermittelt. |
| Rechtsgebiete: | AsylVfG, AufenthG |
| Vorschriften: | AsylVfG § 30 Abs. 3, AufenthG § 10 Abs. 3 S. 2, AufenthG § 10 Abs. 3 S. 3, AufenthG § 104a, |
| Stichworte: | Ablehnung, Anspruche, Asylantrag, Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltstitel, offensichtlich unbegründet, |
| Verfahrensgang: | VG Frankfurt, 1 E 3668/07 (2) vom 23.01.2008 |
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