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JuraForum.deUrteileHESSISCHER-VGHBeschluss vom 14.02.2002, Aktenzeichen: 9 UZ 1249/98.A 

HESSISCHER-VGH – Aktenzeichen: 9 UZ 1249/98.A

Beschluss vom 14.02.2002


Leitsatz:Wird eine im Termin zur mündlichen Verhandlung prozessordnungswidrig begründete Ablehnung eines Beweisantrags in den schriftlichen Urteilgründen durch eine prozessordnungsgemäße Begründung ergänzt oder ersetzt, ist eine Gehörsrüge nur dann schlüssig erhoben, wenn der Beweisantragsteller darlegt, wie er sich auf die ihm erst durch das Urteil bekannt gewordenen prozessordnungsgemäßen Ablehnungsgründe erklärt hätte, insbesondere welche anderen Tatsachen und Beweismittel er vorgetragen hätte, wenn sein in der mündlichen Verhandlung gestellter Beweisantrag vorab mit der im Urteil gegebenen Begründung abgelehnt worden wäre (so für den Fall der gänzlich fehlenden Entscheidung eines Beweisantrags im Termin zur mündlichen Verhandlung: BVerwG, Beschluss vom 13. September 1977 - BVerwG V CB 68.74 -, Buchholz 310 § 86 Abs. 2 VwGO Nr. 20).
Rechtsgebiete:AsylVfG, VwGO
Vorschriften:AsylVfG § 78 Abs. 3 Nr. 3, AsylVfG § 78 Abs. 4 Satz 4, VwGO § 86 Abs. 2, VwGO § 138 Nr. 3,
Stichworte:Ablehnung, Begründung, Beweisantrag, Darlegung, Gehörsverstoß, mündliche Verhandlung, rechtliches Gehör, Urteilsgründe,
Verfahrensgang:VG Gießen 4 E 30839/96.A(5) vom 10.02.1998

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