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JuraForum.deUrteileHESSISCHER-VGHBeschluss vom 13.10.2005, Aktenzeichen: 8 UE 1274/04.A 



HESSISCHER-VGH – Aktenzeichen: 8 UE 1274/04.A

Beschluss vom 13.10.2005


Leitsatz:1. Der Widerruf der abgeleiteten Familienasylanerkennung setzt nicht die Unanfechtbarkeit des gegenüber dem Stammberechtigten ergangenen Widerrufs voraus.

2. Die Frage, ob für den Widerruf der Familienasylanerkennung allein das Ergehen einer Widerrufsentscheidung gegenüber dem Stammberechtigten ausreicht oder insoweit auch ein Widerrufsgrund der Sache nach vorliegen muss, wird offengelassen, weil jedenfalls wegen einer früheren Wehrdienstentziehung unter der sowjetischen Besatzung und dem kommunistischen Regimes Afghanistans heute keine Verfolgung mehr droht.
Rechtsgebiete:AsylVfG
Vorschriften:AsylVfG § 73 Abs. 1 S. 1, AsylVfG § 73 Abs. 1 S. 2,
Stichworte:Familienasyl, Stammberechtigter, Unanfechtbarkeit, Widerruf, Widerrufsgrund,
Verfahrensgang:VG Frankfurt 5 E 30748/99.A (3) vom 22.02.2002

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