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JuraForum.deUrteileHESSISCHER-VGHBeschluss vom 04.01.2008, Aktenzeichen: 8 B 17/08 



HESSISCHER-VGH – Aktenzeichen: 8 B 17/08

Beschluss vom 04.01.2008


Leitsatz:1. Die Ausstrahlung von Wahlwerbespots erfolgt in eigener Verantwortung der politischen Parteien.

Die öffentlichen Rundfunkanstalten haben hinsichtlich verfassungswidriger Inhalt von Wahlwerbespots keine und hinsichtlich strafrechtlicher Verstöße nur eine eingeschränkte Prüfungsbefugnis; in Zweifelsfällen ist zugunsten der politischen Parteien ein vorgelegter Wahlspot zu senden (Anschluss an BVerfGE 47 S. 198 ff.).

2. Ein Wahlwerbespot mit der Forderung "Ausweisung aller kulturfremden Ausländer" stellt jedenfalls keine evidente Volksverhetzung dar.
Rechtsgebiete:GG, HRG, ParteiG, StGB
Vorschriften:GG Art. 3 Abs. 1, GG Art. 21 Abs. 1, HRG § 3 Nr. 6, ParteiG § 5 Abs. 1, StGB § 130 Abs. 1,
Stichworte:Ausweisung, evidenter Verstoß, Prüfungsbefugnis, Strafverstoß, Volksverhetzung, Wahlwerbespot, Willkürmaßnahmen,
Verfahrensgang:VG Frankfurt, 10 G 4397/07(V) vom 03.01.2008

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