JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 30.04.2003, Aktenzeichen: BVerwG 8 C 9.02
| Leitsatz: | Die gesetzliche Vermutung des § 1 Abs. 6 Satz 2 VermG für einen verfolgungsbedingten Vermögensverlust kann nur durch die in Art. 3 Abs. 2 und 3 REAO vorgesehenen Beweise widerlegt werden. Der "direkte Gegenbeweis" als Mittel, um die Verfolgungsvermutung auf andere Weise zu entkräften, ist nicht statthaft. |
| Rechtsgebiete: | VermG, REAO |
| Vorschriften: | VermG § 1 Abs. 6, VermG § 2 Abs. 1, REAO Art. 3 Abs. 2, REAO Art. 3 Abs. 3, |
| Stichworte: | Berechtigtenfeststellung, verfolgungsbedingte Grundstücksveräußerung, Verfolgungsmaßnahme, Verfolgungsdruck, gesetzliche Vermutung, Widerlegbarkeit, direkter Gegenbeweis, jüdische juristische Person, Liquidator, Vermögensverlust, frei verfügbarer Kaufpreis, Judenvermögensabgabe., |
| Verfahrensgang: | VG Gera VG 2 K 1451/97 GE vom 07.11.2001 |
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