JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 29.10.2002, Aktenzeichen: BVerwG 1 C 1.02
| Leitsatz: | Eine krankheitsbedingte zielstaatsbezogene Gefahr im Sinne des § 53 Abs. 6 Satz 1 AuslG kann sich im Einzelfall auch daraus ergeben, dass der erkrankte Ausländer eine an sich im Zielstaat verfügbare medizinische Behandlung tatsächlich nicht erlangen kann (hier: wegen fehlender Einsichtsfähigkeit in die Notwendigkeit der Behandlung und fehlender Betreuung durch Bezugspersonen oder Betreuungseinrichtungen bei hebephrener Psychose). |
| Rechtsgebiete: | AuslG |
| Vorschriften: | AuslG § 53 Abs. 6 Satz 1, |
| Stichworte: | Abschiebungshindernis, Zielstaatsbezogenheit, individuelle Erkrankung, psychische Erkrankung, Behandlungsmöglichkeit, Betreuung durch Bezugspersonen, Vollstreckungshindernis, |
| Verfahrensgang: | VG Wiesbaden VG 6 E 1047/99.A(1) vom 23.10.2000 VGH Kassel VGH 5 UE 193/01.A vom 10.04.2001 |
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