JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 29.07.2002, Aktenzeichen: BVerwG 9 C 1.02
| Leitsatz: | 1. Eine Antragsbefugnis für ein Bodenordnungsverfahren nach § 64 LwAnpG kann weder aus § 296 ZGB-DDR ("Baulichkeiteneigentum") noch aus einer entsprechenden Anwendung von § 5 Abs. 2 Satz 2 SachenRBerG (Nebengebäude eines Eigenheims) hergeleitet werden. 2. In das Verfahrensgebiet für ein Bodenordnungsverfahren können auch solche Grundstücke einbezogen werden, die zwar für sich die Voraussetzungen des § 64 LwAnpG nicht erfüllen, ohne die aber eine sinnvolle Lösung des zugrunde liegenden sachenrechtlichen Konflikts nicht zu erreichen wäre. Hierzu zählen auch Grundstücke mit Eigenheim-Nebengebäuden, die mit Billigung staatlicher Stellen errichtet worden sind. |
| Rechtsgebiete: | FlurbG, LwAnpG, SachenRBerG, VwGO, ZGB-DDR |
| Vorschriften: | FlurbG § 7, LwAnpG § 53 Abs. 1, LwAnpG § 54, LwAnpG § 56, LwAnpG § 63 Abs. 2, LwAnpG § 64, SachenRBerG § 5 Abs. 2, VwGO § 67 Abs. 1, ZGB-DDR § 296, |
| Stichworte: | Freiwilliger Landtausch, Bodenordnungsverfahren, Antragsbefugnis für -, Baulichkeiteneigentum, Nebengebäude, Eigenheim, Verfahrensgebiet, Abgrenzung des -, räumlich-funktionaler Zusammenhang., |
| Verfahrensgang: | OVG Frankfurt/Oder OVG 8 D 84/00.G vom 08.11.2001 |
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