JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 29.01.2004, Aktenzeichen: BVerwG 5 C 9.03
| Leitsatz: | 1. "Leistung", an deren Beginn § 86 Abs. 2 Satz 2 bis 4 und Abs. 4 Satz 1 und 2 SGB VIII für die Bestimmung der örtlichen Zuständigkeit anknüpfen, sind unabhängig von der Hilfeart und -form im Rahmen einer Gesamtbetrachtung alle zur Deckung eines qualitativ unveränderten, kontinuierliche Hilfe gebietenden jugendhilferechtlichen Bedarfs erforderlichen Maßnahmen und Hilfen, sofern sie ohne Unterbrechung gewährt worden sind. 2. Eine zuständigkeitsrechtlich "neue" Leistung beginnt bei einer geänderten Hilfegewährung im Rahmen eines einheitlichen, ununterbrochenen Hilfeprozesses nicht allein deswegen, weil die geänderte oder neu hinzutretende Jugendhilfemaßnahme oder ein Teil davon einer anderen Nummer des § 2 Abs. 2 SGB VIII zugeordnet ist. |
| Rechtsgebiete: | SGB VIII, SGB X |
| Vorschriften: | SGB VIII F. 1993 § 86, SGB VIII § 2 Abs. 2, SGB VIII § 27 ff., SGB VIII § 35a, SGB VIII § 86, SGB VIII § 86a, SGB VIII § 86b, SGB X § 105, |
| Stichworte: | Aufenthalt, gewöhnlicher - vor Beginn der Leistung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Jugendhilfeleistung, Fortsetzung einer -, Erziehung, Hilfe zur -, Jugendhilfe, Beginn der Leistung, Kostenerstattung in der Jugendhilfe, Jugendhilfe, Beginn der Leistung der -, Zuständigkeitsbestimmung in der Jugendhilfe, |
| Verfahrensgang: | VG Koblenz VG 5 K 3129/01.KO vom 17.07.2002 OVG Koblenz OVG 12 A 11452/02 vom 26.02.2003 |
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