JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 27.06.2007, Aktenzeichen: BVerwG 6 C 9.06
| Leitsatz: | 1. Eine im Wettbewerb erbrachte Postdienstleistung ist dann im Sinne von § 51 Satz 2 Nr. 4 PostG von Universaldienstleistungen "trennbar" und berührt die der Deutschen Post AG gemäß § 51 Satz 1 PostG übergangsweise zustehende Exklusivlizenz nicht, wenn sie sich bei einer wertenden Gesamtbetrachtung wegen besonderer, ihre qualitative Höherwertigkeit begründender Leistungsmerkmale hinreichend deutlich von den Universaldienstleistungen unterscheidet. 2. Bei der Übernacht-Zustellung von Briefsendungen, die werktäglich nach 17.00 Uhr bei den Auftraggebern abgeholt und garantiert bis spätestens 12.00 Uhr des folgenden Werktages zugestellt werden, handelt es sich um eine solche von Universaldienstleistungen trennbare Postdienstleistung, die nicht unter die Exklusivlizenz fällt. |
| Rechtsgebiete: | PostG, GG, PostRL, EG |
| Vorschriften: | PostG § 6, PostG § 51 Satz 1, PostG § 51 Satz 2 Nr. 4, PostG § 52, PostG § 55, GG Art. 87f Abs. 1, GG Art. 87f Abs. 2, PostRL Art. 26 Abs. 1, EG Art. 16, EG Art. 86 Abs. 2, |
| Stichworte: | Lizenz, Beförderungslizenz, Exklusivlizenz, Briefsendung, Briefbeförderung, Universaldienst, Universaldienstleistung, trennbare Dienstleistung, besondere Leistungsmerkmale, Übernacht-Zustellung, |
| Verfahrensgang: | VG Köln VG 22 K 9647/99 vom 18.12.2001 OVG Münster OVG 13 A 711/02 vom 07.12.2005 |
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