JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 27.03.2008, Aktenzeichen: BVerwG 2 C 30.06
| Leitsatz: | Erhält ein Ruhestandsbeamter aus der Verwendung im öffentlichen Dienst einer zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Einrichtung anstelle einer Versorgung einen Kapitalbetrag, so ist der Ruhensberechnung dieser Kapitalbetrag in voller Höhe zugrunde zu legen. Die in § 56 Abs. 3 BeamtVG vorgeschriebene Ermittlung einer fiktiven Rente erfordert Rechengrößen, die der Gesetzgeber selbst festzulegen hat. Bis zu einer gesetzlichen Regelung ist die Vorschrift in der Weise anzuwenden, dass das Kapital unverzinst bleibt und die Laufzeit anhand des für Frauen und Männer vom Statistischen Bundesamt festgestellten Mittelwertes der Lebenserwartung für Männer und Frauen festzulegen ist. |
| Rechtsgebiete: | BeamtVG, BeamtVG 1992, BeamtVG 1994 |
| Vorschriften: | BeamtVG § 3 Abs. 1, BeamtVG § 69c Abs. 5 Satz 1, BeamtVG § 69c Abs. 5 Satz 2, BeamtVG 1992 § 56, BeamtVG 1994 § 56, BeamtVG 1994 § 57, BeamtVG 1994 § 58, |
| Stichworte: | Abfindung, Abwendungsbefugnis, Beamtenversorgung, Dynamisierung, fiktive Rente, Gesetzesbindung, Gesetzesvorbehalt, Kapital, Lebenserwartung, Rentenlaufzeit, Ruhensregelung, Sterbetafel, überstaatliche Einrichtung, Vergleichsberechnung, Verrentung, versicherungsmathematische Grundsätze, Zinsen, |
| Verfahrensgang: | VG Koblenz, VG 2 K 756/05.KO vom 30.11.2005 OVG Koblenz, OVG 10 A 10053/06 vom 19.05.2006 |
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