JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 23.03.1999, Aktenzeichen: BVerwG 1 C 12.97
| Leitsatz: | Leitsätze: 1. Die Art des durch den erledigten Verwaltungsakt bewirkten Eingriffs, insbesondere im grundrechtlichen Bereich, kann im Hinblick auf den verfassungsrechtlich garantierten Anspruch auf effektiven Rechtsschutz das für einen Antrag nach § 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO erforderliche Feststellungsinteresse begründen (im Anschluß an BVerwGE 61, 164 <166>). 2. Es ist weder unter dem Gesichtspunkt der Gesetzgebungskompetenz noch im Hinblick auf Art. 8 Abs. 1 GG verfassungswidrig, aufgrund des Art. 7 Abs. 2 des bayerischen Landesstraf- und Verordnungsgesetzes unter den Voraussetzungen des polizeilichen Notstands eine nichtöffentliche Versammlung zu verbieten. Urteil des 1. Senats vom 23. März 1999 - BVerwG 1 C 12.97 - I. VG Regensburg vom 01.03.1994 - Az.: VG RN 11 K 93.1234 - II. VGH München vom 24.01.1997 - Az.: VGH 24 B 94.1426 - |
| Rechtsgebiete: | GG, VwGO, ZPO, VersG |
| Vorschriften: | GG Art. 8, GG Art. 19 Abs. 4, GG Art. 21, GG Art. 74 Abs. 1 Nr. 3, VwGO § 113 Abs. 1 Satz 4, VwGO § 137 Abs. 1 und 2, ZPO § 561 Abs. 2, ZPO § 562, VersG § 5, Bayerisches Landesstraf- und Verordnungsgesetz Art. 7 Abs. 2, |
| Stichworte: | Fortsetzungsfeststellungsklage, Feststellungsinteresse, effektiver Rechtsschutz, tatsächliche Feststellungen, Grundrechtseingriff, Versammlungsfreiheit, nichtöffentliche Versammlung, Versammlungsverbot, Gegendemonstration, Gesetzesvorbehalt, polizeilicher Notstand, Quasi-Störer, mittelbarer Störer, Parteiprogramm, Parteitag, politische Partei., |
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