JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 22.03.2007, Aktenzeichen: BVerwG 4 CN 2.06
| Leitsatz: | Weist ein Bebauungsplan ein neues Wohngebiet (WA) aus, das durch vorhandene Verkehrswege Lärmbelastungen ausgesetzt wird, die an den Gebietsrändern deutlich über den Orientierungswerten der DIN 18005 liegen, ist es nicht von vornherein abwägungsfehlerhaft, auf aktiven Schallschutz durch Lärmschutzwälle oder -wände zu verzichten. Je nach den Umständen des Einzelfalls, z.B. in dicht besiedelten Räumen, kann es abwägungsfehlerfrei sein, eine Minderung der Immissionen durch eine Kombination von passivem Schallschutz, Stellung und Gestaltung von Gebäuden sowie Anordnung der Wohn- und Schlafräume zu erreichen. |
| Rechtsgebiete: | BauGB, BImSchG |
| Vorschriften: | BauGB § 1 Abs. 6, BauGB § 1 Abs. 7, BauGB § 2 Abs. 3, BauGB § 214, BImSchG § 50, |
| Stichworte: | Wohngebiet, Lärmimmissionen, aktiver Lärmschutz, passiver Lärmschutz, Straßenverkehrslärm, Orientierungswerte DIN 18005, Abwägungsgebot, |
| Verfahrensgang: | OVG Münster OVG 7 D 48/04.NE vom 16.12.2005 |
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