JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 21.11.2006, Aktenzeichen: BVerwG 1 C 10.06
| Leitsatz: | 1. § 14a Abs. 2 AsylVfG gilt auch für vor dem 1. Januar 2005 in Deutschland geborene Kinder. 2. Ein nach § 14a Abs. 2 AsylVfG als gestellt geltender Asylantrag kann nicht nach § 30 Abs. 3 Nr. 7 AsylVfG als offensichtlich unbegründet abgelehnt werden. 3. Ein isolierter Anfechtungsantrag gegen einen negativen Asylbescheid nach § 14a Abs. 2 AsylVfG ist im Zweifel so auszulegen, dass daneben hilfsweise die Verpflichtung begehrt wird, Asyl und Abschiebungsschutz zu gewähren. |
| Rechtsgebiete: | RL 2004/83/EG, AsylVfG, AufenthG, BGB, VwGO |
| Vorschriften: | RL 2004/83/EG Art. 13, RL 2004/83/EG Art. 18, AsylVfG § 14a Abs. 2, AsylVfG § 30 Abs. 3, AsylVfG § 37 Abs. 2, AufenthG § 10 Abs. 3, AufenthG § 15a Abs. 1, AufenthG § 15a Abs. 6, AufenthG § 60, AufenthG § 26 Abs. 2, AufenthG § 101 Abs. 2, AufenthG § 104 Abs. 3, BGB § 121, VwGO § 42, VwGO § 86 Abs. 3, VwGO § 88, VwGO § 113 Abs. 3, |
| Stichworte: | Familieneinheitliches Asylverfahren, Verfahrenseinleitung auf Anzeige, Verfahrenseinleitung von Amts wegen, unverzügliche Anzeige, fiktiver/fingierter Asylantrag, intertemporales Verfahrensrecht, echte/unechte Rückwirkung, Sperre für die Erteilung eines Aufenthaltstitels, Ablehnung des Asylantrags als offensichtlich unbegründet, Aufhebung des Offensichtlichkeitsurteils, isolierte Anfechtung, isolierte Anfechtungsklage, Rechtsschutzbedürfnis, Auslegung der Klageanträge im Asylprozess, |
| Verfahrensgang: | VG Koblenz VG 7 K 1904/05.KO vom 16.12.2005 OVG Koblenz OVG 6 A 10211/06 vom 25.04.2006 |
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