JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 21.10.1999, Aktenzeichen: BVerwG 2 C 27.98
| Leitsatz: | Leitsätze: 1. Die Feststellung des Verlustes der Bezüge gemäß § 9 Satz 3 BBesG hat konstitutive Wirkung für die Rückforderung ohne Rücksicht auf die normative Grundlage des geltend gemachten Anspruches. 2. Bei einer Leistungsklage des Dienstherrn gegen den Beamten muß die Billigkeitsentscheidung gemäß § 12 Abs. 2 Satz 3 BBesG getroffen sein, wenn der Sachantrag beim Tatsachengericht gestellt wird. 3. Der Beamte kann zur Rückzahlung überzahlter Bezüge auch als Schadenersatz verpflichtet sein, wenn er dem Dienst ohne Genehmigung schuldhaft ferngeblieben ist und darüber hinaus durch eine - weitere - vorsätzliche oder grob fahrlässige Verletzung seiner Pflichten die Zahlung der Bezüge für die Zeit des Fernbleibens bewirkt hat. Urteil des 2. Senats vom 21. Oktober 1999 - BVerwG 2 C 27.98 I. VG Karlsruhe vom 13.01.1995 - Az.: VG 13 K 2236/93 - II. VGH Mannheim vom 23.01.1998 - Az.: VGH 4 S 504/95 - |
| Rechtsgebiete: | VwGO, LGB BW, BBesG, LDO BW, BGB |
| Vorschriften: | VwGO § 86 Abs. 1, VwGO § 86 Abs. 3, VwGO § 108 Abs. 1, VwGO § 108 Abs. 2, LBG BW § 96 Abs. 1, BBesG § 3 Abs. 3, BBesG § 3 Abs. 5, BBesG § 9, BBesG § 12 Abs. 2, LDO BW § 119, LDO BW § 128, BGB § 826, |
| Stichworte: | Bezüge - Verlust wegen ungenehmigten schuldhaften Fernbleibens vom Dienst, |
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