JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 20.01.2004, Aktenzeichen: BVerwG 1 C 9.03
| Leitsatz: | Das Verbot für zum Christentum konvertierte Muslime (hier: im Iran), an "öffentlichen oder offiziellen" Gottesdiensten der christlichen Kirchen teilzunehmen, verletzt noch nicht das asylrechtlich geschützte religiöse Existenzminimum. Eine solche Verletzung kommt grundsätzlich erst dann in Betracht, wenn sie sich auch zum gemeinsamen Gebet und Gottesdienst mit Gleichgesinnten abseits der Öffentlichkeit nicht ohne asylerhebliche Gefährdung zusammenfinden können. |
| Rechtsgebiete: | AuslG, GFK |
| Vorschriften: | AuslG § 51 Abs. 1, AuslG § 53 Abs. 4, GFK Art. 1 A Nr. 2, |
| Stichworte: | Apostasie, Abfall vom Islam, Konversion, konvertierte Muslime, Glaubenswechsel, Übertritt zum christlichen Glauben, asylrechtlicher Abschiebungsschutz, Flüchtlingsbegriff, Flüchtlingseigenschaft, Flüchtlingsanerkennung, Verfolgung, Religionsfreiheit, religiöse Verfolgung, religiöses Existenzminimum, forum internum, Gottesdienstbesuch im Iran., |
| Verfahrensgang: | VG Chemnitz VG A 7 K 30152/97 vom 11.10.2000 OVG Bautzen OVG A 2 B 771/02 vom 10.12.2002 |
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