JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 18.09.2003, Aktenzeichen: BVerwG 4 CN 20.02
| Leitsatz: | Auch landesplanerische Aussagen, die eine Regel-Ausnahme-Struktur aufweisen, können die Merkmale eines Ziels der Raumordnung erfüllen, wenn der Planungsträger neben den Regel- auch die Ausnahmevoraussetzungen mit hinreichender tatbestandlicher Bestimmtheit oder doch wenigstens Bestimmbarkeit selbst festlegt. Verstöße gegen das Zielanpassungsgebot des § 1 Abs. 4 BauGB gehören zu den Mängeln, die in einem ergänzenden Verfahren nach § 215 a Abs. 1 Satz 1 BauGB ausgeräumt werden können. |
| Rechtsgebiete: | VwGO, ROG, BauGB |
| Vorschriften: | VwGO § 47 Abs. 5 Satz 2, VwGO § 47 Abs. 5 Satz 4, ROG § 3 Nr. 2, ROG § 3 Nr. 3, ROG § 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1, ROG § 11, BauGB § 1 Abs. 4, BauGB § 215 a Abs. 1 Satz 1, |
| Stichworte: | Ziele der Raumordnung, Grundsätze der Raumordnung, Regel-Ausnahme-Planaussagen, Auslegung, Zielanpassungsgebot, Zielabweichung, ergänzendes Verfahren, |
| Verfahrensgang: | OVG Koblenz OVG 8 C 10908/01 vom 17.04.2002 |
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