JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 17.12.2002, Aktenzeichen: BVerwG 1 C 3.02
| Leitsatz: | 1. Die Aufenthaltsbefugnis nach § 70 Abs. 1 AsylVfG darf einem anerkannten Flüchtling grundsätzlich nicht allein deshalb versagt werden, weil Zweifel an seiner Identität und Staatsangehörigkeit bestehen, sondern regelmäßig nur dann, wenn sich die Möglichkeit seiner Abschiebung in einen Drittstaat konkret abzeichnet. 2. § 8 Abs. 1 AuslG sperrt nicht die Erteilung einer Aufenthaltsbefugnis nach § 70 Abs. 1 AsylVfG. |
| Rechtsgebiete: | AuslG, AsylVfG, VwGO |
| Vorschriften: | AuslG § 8 Abs. 1 Nr. 4, AuslG § 12 Abs. 2 Satz 2, AuslG § 34 Abs. 1,, AuslG § 41, AuslG § 51 Abs. 1, AuslG § 55 Abs. 2, AuslG § 70, AsylVfG § 4, AsylVfG § 70 Abs. 1, VwGO § 121, |
| Stichworte: | Aufenthaltsbefugnis, Bindungswirkung, Duldung, Mitwirkungspflicht, ungeklärte Identität, ungeklärte Staatsangehörigkeit, vorübergehende Unmöglichkeit der Abschiebung, |
| Verfahrensgang: | VG Regensburg VG RO 2 K 00.1883 vom 27.07.2001 VGH München VGH 24 B 01.2059 vom 10.12.2001 |
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