JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 12.06.2007, Aktenzeichen: BVerwG 10 C 24.07
| Leitsatz: | Im Falle des Widerrufs einer Anerkennung als Asylberechtigter oder Flüchtling nach § 73 Abs. 1 AsylVfG findet die Jahresfrist nach § 49 Abs. 2 Satz 2, § 48 Abs. 4 VwVfG jedenfalls in den Fällen keine Anwendung, in denen die Anerkennung innerhalb der Drei-Jahres-Frist des § 73 Abs. 2a AsylVfG widerrufen wird. Es bleibt offen, ob dies auch für Widerrufsentscheidungen nach Ablauf der Drei-Jahres-Frist gilt. |
| Rechtsgebiete: | AsylVfG, AufenthG, AuslG, VwVfG, Richtlinie 2004/83/EG |
| Vorschriften: | AsylVfG § 73 Abs. 1, AsylVfG § 73 Abs. 2a, AufenthG § 60 Abs. 1, AuslG § 51 Abs. 1, VwVfG § 48 Abs. 4, VwVfG § 49 Abs. 2 Satz 2, Richtlinie 2004/83/EG Art. 6, Richtlinie 2004/83/EG Art. 11, Richtlinie 2004/83/EG Art. 14, Richtlinie 2004/83/EG Art. 15, |
| Stichworte: | Widerruf der Flüchtlingsanerkennung (Irak), Prüfungspflicht des Bundesamts, Alt-Anerkennung, neue Frist, Fristbeginn, Ermessensentscheidung, Unverzüglichkeit des Widerrufs, Jahresfrist für Widerruf, Prognosemaßstab bei andersartiger Rückkehrverfolgung, nichtstaatliche Akteure, Schutz vor Verfolgung, unmittelbare Anwendbarkeit der Richtlinie 2004/83/EG, subsidiärer Abschiebungsschutz, |
| Verfahrensgang: | VG Regensburg RN 3 K 05.30326 vom 21.12.2005 VGH München VGH 23 B 06.30064 vom 06.07.2006 |
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