JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 11.12.2003, Aktenzeichen: BVerwG 4 CN 10.02
| Leitsatz: | Bei der (teilweisen) Aufhebung einer Landschaftsschutzverordnung aus Anlass einer gemeindlichen Bebauungsplanung erstreckt sich das naturschutzrechtliche Abwägungsgebot in § 2 Abs. 1 BNatSchG nicht auf die Bodennutzungskonflikte, die erst durch die Bauleitplanung ausgelöst und durch das Abwägungsgebot in § 1 Abs. 6 BauGB gesteuert werden. Ein Antragsteller, der eine Verordnung, die den Landschaftsschutz aus Anlass einer Bebauungsplanung (teilweise) aufhebt, im Wege der Normenkontrolle angreift, ist nach § 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO in der Neufassung von 1996 nicht antragsbefugt, wenn und soweit er geltend macht, durch den nachfolgenden Bebauungsplan in seinen Rechten verletzt zu werden. |
| Rechtsgebiete: | BNatSchG, BNatSchG 2002, VwGO, BauGB |
| Vorschriften: | BNatSchG § 1 Abs. 2 a.F., BNatSchG §§ 12 ff. a.F., BNatSchG 2002 § 2 Abs. 1, BNatSchG 2002 §§ 22 ff., VwGO § 47 Abs. 2 Satz 1, BauGB § 1 Abs. 6, |
| Stichworte: | Normenkontrolle, Antragsbefugnis, Landschaftsschutzverordnung, Aufhebung des Landschaftsschutzes zwecks Bebauungsplanung, naturschutzrechtliche Abwägung, Abwägung privater Belange, Rechtsschutz Planbetroffener, |
| Verfahrensgang: | VGH Mannheim VGH 5 S 1141/01 vom 28.02.2002 |
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