JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 06.11.2003, Aktenzeichen: BVerwG 7 C 2.03
| Leitsatz: | Die Verbringung zur Verwertung bestimmter Abfälle der Gelben Liste unterliegt einem präventiven Verbot mit Erlaubnisvorbehalt. Die Klage gegen einen Einwand der zuständigen deutschen Behörde muss deshalb auf deren Verpflichtung gerichtet sein, der Verbringung der Abfälle zuzustimmen. Solange gemeinschaftsweit einheitliche Heizwertkriterien oder Konkretisierungen des gemeinschaftsrechtlichen Begriffs der energetischen Verwertung fehlen, muss die Frage, ob eine Abfallverbrennung im Sinne der EG-AbfVerbrVO als Verwertungsverfahren einzustufen ist, anhand des Merkmals der Hauptverwendung als Brennstoff oder anderes Mittel der Energieerzeugung im Einzelfall geklärt werden. |
| Rechtsgebiete: | Verordnung (EWG) Nr. 259/93, Richtlinie 75/422/EWG |
| Vorschriften: | Verordnung (EWG) Nr. 259/93 Art. 6 ff., Richtlinie 75/422/EWG Art. 1 Buchst. e, Richtlinie 75/422/EWG Art. 1 Buchst. f, Richtlinie 75/422/EWG Art. 1 Buchst. f Anhang II B, Richtlinie 75/422/EWG Art. 1 Buchst. f Anhang R1, |
| Stichworte: | Abfallverbringung, Ölschlamm, Einwand, Rechtsbehelf, aufschiebende Wirkung, Verwertung, energetische, Mindestheizwert, Verwertungsbegriff Gemeinschaftsrecht., |
| Verfahrensgang: | VG Karlsruhe VG 11 K 3595/98 vom 01.08.2000 |
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