JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 04.05.2006, Aktenzeichen: BVerwG 10 C 10.05
| Leitsatz: | 1. Die Erteilung einer Bescheinigung nach § 4 Nr. 20 Buchst. a Satz 2 UStG durch die zuständige Kultusbehörde setzt nicht einen Antrag des Unternehmers voraus. 2. Wird die Bescheinigungsbehörde durch das Ersuchen des Finanzamts um entsprechende Prüfung in das Besteuerungsverfahren eingebunden, verbleibt ihr kein Handlungsermessen. Die Bescheinigung ist vielmehr zwingend zu erteilen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen des § 4 Nr. 20 Buchst. a Satz 2 UStG vorliegen. |
| Rechtsgebiete: | GG, UStG, AO, VwVfG NRW, RL 77/388/EWG |
| Vorschriften: | GG Art. 3 Abs. 1, UStG § 4 Nr. 20 Buchst. a, UStG § 9 Abs. 1, AO § 85 Satz 1, AO § 86 Satz 2 Nr. 1, AO § 88, AO § 111 ff., VwVfG NRW § 22, RL 77/388/EWG Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. n), RL 77/388/EWG Art. 13 Teil C, |
| Stichworte: | Umsatzsteuer, Steuerbefreiung für kulturelle Einrichtungen, Vorsteuerabzug, Option zur Besteuerung, Wettbewerbsneutralität der Umsatzsteuer, Gleichbehandlung, Besteuerungsverfahren, Steuersicherungsauftrag, Legalitätsprinzip, Offizialmaxime, Untersuchungsgrundsatz, Bescheinigung einer Verwaltungsbehörde, Bindungswirkung für die Finanzbehörde, Amtshilfe der Kultusbehörde, strukturelles Vollzugsdefizit, |
| Verfahrensgang: | VG Düsseldorf VG 25 K 4379/02 vom 10.03.2003 OVG Münster OVG 14 A 1970/03 vom 07.04.2005 |
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