JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Urteil vom 01.09.2004, Aktenzeichen: BVerwG 9 C 15.03
| Leitsatz: | 1. Die Anwendbarkeit einer satzungsrechtlichen Tiefenbegrenzung, die die typischen örtlichen Verhältnisse tatsächlich widerspiegelt, auch auf "zentrale" Grundstücke des unbeplanten Innenbereichs steht mit § 131 Abs. 1 Satz 1 BauGB in Einklang. 2. Eine daraus folgende unterschiedliche Behandlung von Grundstücken im beplanten und im unbeplanten Innenbereich ist mit Blick auf den Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG sachlich gerechtfertigt. Dasselbe gilt für die unterschiedliche Behandlung von Grundstücken, die vollständig innerhalb der Tiefenbegrenzung liegen, und solchen, die darüber hinausreichen. |
| Rechtsgebiete: | GG, BauGB |
| Vorschriften: | GG Art. 3 Abs. 1, GG Art. 74 Nr. 18 a.F., BauGB § 34, BauGB § 131 Abs. 1 Satz 1, |
| Stichworte: | Erschließungsbeitrag, Verteilung des Erschließungsaufwands, erschlossene Grundstücke, Erschließungsvorteil, Bodenrecht, Tiefenbegrenzung im unbeplanten Innenbereich, Gleichheitssatz, Abgabengerechtigkeit, |
| Verfahrensgang: | VG Sigmaringen VG 3 K 1997/00 vom 14.08.2002 VGH Baden-Württemberg VGH 2 S 793/03 vom 26.09.2003 |
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