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JuraForum.deUrteileBVERWGBeschluss vom 30.12.1997, Aktenzeichen: BVerwG 8 B 161.97 



BVERWG – Aktenzeichen: BVerwG 8 B 161.97

Beschluss vom 30.12.1997


Leitsatz:Leitsätze:

Verweist ein von einer Gemeinde im Auftrag des Finanzamts versandter Gewerbestuermeßbescheid darauf, die Gewerbesteuer sei an die in dem - gleichzeitig bekanntgegebenen - Gewerbesteuerbescheid bezeichnete Stelle zu zahlen, so bestimmt er damit die Hebeberechtigung der Gemeinde.

Infolge der Bindungswirkung des Grundlagenbescheids sind Einwände des Steuerpflichtigen gegen die durch den Gewerbesteuermeßbescheid festgelegte Hebeberechtigung im Rahmen der Anfechtung des Gewerbesteuerbescheids unbeachtlich.

Ob allein die Mitteilung des Gewerbesteuermeßbescheids an die Gemeinde gemäß § 184 Abs. 3 AO eine derartige Bindungswirkung für das Folgebescheidsverfahren auch dann vermitteln könnte, wenn der Gewerbesteuermeßbescheid keine Regelung der Hebeberechtigung enthielte (vgl. BFHE 142, 544 ff.), bleibt offen.

Beschluß des 8. Senats vom 30. Dezember 1997 - BVerwG 8 B 161.97

I. VG München vom 13.07.1995 - Az.: M 10 K 94.2236
II. VGH München vom 30.04.1997 - Az.: VGH 4 B 95.3261
Rechtsgebiete:AO 1977
Vorschriften:AO 1977 § 171 Abs. 10, AO 1977 § 182 Abs. 1,, AO 1977 § 184 Abs. 1 und 3, AO 1977 § 351 Abs. 2,
Stichworte:Gewerbesteuermeßbescheid, Steuergläubiger, Hebeberechtigung, Bindungswirkung, Grundlagenbescheid, Folgebescheid.,

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