JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Beschluss vom 30.04.1998, Aktenzeichen: BVerwG 6 P 5.97
| Leitsatz: | Leitsätze: 1. Die letztinstanzliche Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts im Beschlußverfahren ist in den Fällen des unmittelbar als Landesrecht geltenden § 108 Abs. 1 BPersVG wie in sonstigen personalvertretungsrechtlichen Angelegenheiten gegeben und bedarf daher keiner gesonderten landesrechtlichen Normierung. 2. Auf den Sonderkündigungstatbestand nach Anlage I Kapitel XIX Sachgebiet A Abschnitt III Nr. 1 Absatz 5 des Einigungsvertrages ist § 626 Abs. 2 BGB nicht anwendbar (im Anschluß an die ständige Rechtsprechung des BAG). 3. Die Erweiterung des nachwirkenden Kündigungsschutzes in § 40 Abs. 1 Satz 2 MVPersVG begegnet unter dem Gesichtspunkt des Vorrangs des Bundesrechts keinen Bedenken. 4. Neben § 47 Abs. 1, § 108 Abs. 1 BPersVG kommen die für Arbeitnehmer ohne personalvertretungsrechtliche Funktion vorgesehenen Beteiligungsrechte des Personalrates bei außerordentlichen Kündigungen nicht zur Anwendung. Beschluß des 6. Senats vom 30. April 1998 - BVerwG 6 P 5.97 - I. VG Greifswald vom 18.03.1996 - Az.: VG 7 A 1916/94 - II. OVG Greifswald vom 02.04.1997 - Az.: OVG 8 L 83/96 - |
| Rechtsgebiete: | BPersVG, MVPersVG, Einigungsvertrag Anl. I, BGB |
| Vorschriften: | BPersVG § 108 Abs. 1, MVPersVG § 40 Abs. 1 Satz 2, Einigungsvertrag Anlage I Kapitel XIX Sachgebiet A Abschnitt III Nr. 1 Absatz 5, BGB § 626, |
| Stichworte: | Personalvertretungsrechtliches Beschlußverfahren, Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts, Sonderkündigungstatbestand nach Einigungsvertrag, nachwirkender Kündigungsschutz, zuständige Personalvertretung., |
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