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JuraForum.deUrteileBVERWGBeschluss vom 26.04.2006, Aktenzeichen: BVerwG 9 B 1.06 



BVERWG – Aktenzeichen: BVerwG 9 B 1.06

Beschluss vom 26.04.2006


Leitsatz:Die in der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze zur Begrenzung der Erschließungswirkung bei durchlaufenden Grundstücken (vgl. BVerwG, Urteile vom 27. Juni 1985 - BVerwG 8 C 30.84 - BVerwGE 71, 363 und vom 22. April 1994 - BVerwG 8 C 18.92 - Buchholz 406.11 § 131 BauGB Nr. 91) können auch im Falle einer satzungsrechtlichen Tiefenbegrenzung Anwendung finden. Das gilt namentlich bei einer Satzungsregelung, nach der bei einer übergreifenden Grundstücksnutzung auch die weitere - jenseits der regelmäßigen Tiefengrenze gelegene - Grundstücksfläche bis zur hinteren Grenze dieser Nutzung bei der Beitragsbemessung zu berücksichtigen ist (zugleich Bekräftigung des Urteils des Senats vom 1. September 2004 - BVerwG 9 C 15.03 - BVerwGE 121, 365 zur satzungsrechtlichen Tiefenbegrenzung im unbeplanten Innenbereich).
Rechtsgebiete:BauGB
Vorschriften:BauGB § 131 Abs. 1 Satz 1,
Stichworte:Erschließungsbeitrag, Erschlossensein, Erschließungsvorteil, Tiefenbegrenzung, unbeplanter Innenbereich, bauliche oder gewerbliche Ausnutzbarkeit, übergroßes Grundstück, durchlaufendes Grundstück, übergreifende Nutzung, Spiegelbild-Kriterium,
Verfahrensgang:VG Minden VG 5 K 1359/02 vom 27.09.2002
OVG Münster OVG 3 A 4430/02 vom 29.09.2005

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