JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Beschluss vom 25.09.2003, Aktenzeichen: BVerwG 4 B 68.03
| Leitsatz: | 1. Ob Art. 6 Abs. 1 EMRK stets Genüge getan ist, wenn zwar im erstinstanzlichen Verfahren des Verwaltungsgerichts, nicht aber im Berufungsverfahren des Oberverwaltungsgerichts/Verwaltungsgerichtshofs die Möglichkeit der mündlichen Verhandlung bestand, bleibt offen (wie Beschluss vom 12. März 1999 - BVerwG 4 B 112.98 - NVwZ 1999, 763). 2. Eine mündliche Verhandlung ist nach Art. 6 Abs. 1 EMRK regelmäßig jedenfalls dann im verwaltungsgerichtlichen Berufungsverfahren nicht geboten, wenn im Wesentlichen nur Rechtsfragen zu entscheiden sind. 3. Auch ein verwaltungsgerichtlicher Nachbarrechtsstreit über die Zulässigkeit einer Baugenehmigung unterliegt Art. 6 Abs. 1 EMRK. |
| Rechtsgebiete: | EMRK, VwGO, BauGB |
| Vorschriften: | EMRK Art. 6 Abs. 1, VwGO § 130 a, BauGB § 34, |
| Stichworte: | Mündliche Verhandlung, Berufungsinstanz, Berufungsverfahren, begründete Berufung, |
| Verfahrensgang: | VG Regensburg VG RO 2 K 01.1820 vom 26.06.2002 Bayerischer VGH VGH 20 B 02.1904 vom 29.04.2003 |
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