JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Beschluss vom 23.08.2005, Aktenzeichen: BVerwG 3 C 12.05
| Leitsatz: | Dem Europäischen Gerichtshof wird die Frage vorgelegt, ob eine trächtige Färse nur dann eine Mutterkuh im Sinne des Abschnitts 1 der Verordnung (EWG) Nr. 805/68 ist, wenn sie eine Mutterkuh ersetzt, für die in demselben Wirtschaftsjahr ein Prämienantrag gestellt wurde. Dem Europäischen Gerichtshof wird ferner die Frage vorgelegt, ob ein Erzeuger Prämienansprüche in einem Wirtschaftsjahr auch dann mit der Folge ihres Einzugs zur einzelstaatlichen Reserve nicht genutzt hat, wenn er die Prämie zwar beantragt hat, der Antrag jedoch abgelehnt wurde, weil die betreffenden Tiere nicht prämienfähig waren, und ob eine solche Auslegung mit dem gemeinschaftsrechtlichen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit vereinbar wäre. |
| Rechtsgebiete: | VO (EWG) Nr. 805/68, VO (EWG) Nr. 3886/92, VO (EWG) Nr. 3887/92 |
| Vorschriften: | VO (EWG) Nr. 805/68 Art. 4a, VO (EWG) Nr. 3886/92 Art. 33, VO (EWG) Nr. 3887/92 Art. 10, |
| Stichworte: | Mutterkuhprämie, Mutterkuh, Färse, trächtige Färse, individuelle Höchstgrenze, einzelstaatliche Reserve, Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, |
| Verfahrensgang: | VG Münster VG 9 K 383/02 vom 05.06.2002 OVG Münster OVG 20 A 2983/02 vom 29.04.2004 |
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