JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Beschluss vom 22.06.1999, Aktenzeichen: BVerwG 4 BN 20.99
| Leitsatz: | Leitsätze: Die Nr. 1 des Gesetzes zur Beschränkung von Rechtsmitteln in der Verwaltungsgerichtsbarkeit (BGBl I 1993, 487) ist auch auf Bebauungspläne anwendbar, die vor Inkrafttreten dieser Vorschrift bekanntgemacht worden sind; die Dreimonatsfrist hat am 1. Mai 1993 zu laufen begonnen. Wird eine Rechtsmittelbeschränkung (hier: für Überleitungsfälle) im Gesetz nicht eindeutig bestimmt, sondern erst im Wege richterlicher Rechtslückenschließung als vom Gesetz gewollt und damit als geltendes Recht geklärt, so kommt bei Versäumung der Frist eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand in Betracht. Beschluß des 4. Senats vom 22. Juni 1999 - BVerwG 4 BN 20.99 - I. OVG Weimar vom 27.01.1999 - Az.: OVG 1 N 321/94 - |
| Rechtsgebiete: | VwGO, RMBeschrG |
| Vorschriften: | VwGO § 47 Abs. 2, VwGO § 60 Abs. 1, VwGO § 60 Abs. 2, VwGO § 133 Abs. 6, RMBeschrG Nr. 1 Satz 1, |
| Stichworte: | Normenkontrolle, Antragsfrist, Fristversäumung, Gesetzesauslegung, Grenzen, Analogie, Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, Bebauungsplan., |
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