JuraForum.de > Urteile > BVERWG > Beschluss vom 04.09.2008, Aktenzeichen: BVerwG 2 B 61.07
| Leitsatz: | Der im gerichtlichen Disziplinarverfahren geltende Grundsatz der unmittelbaren Beweiserhebung durch das Verwaltungsgericht verbietet es, eine bestrittene, beweisbedürftige Tatsache statt im Wege des Zeugenbeweises durch Verlesen von Vernehmungsprotokollen des behördlichen Disziplinarverfahrens oder anderer gesetzlich geordneter Verfahren festzustellen. Das Verwaltungsgericht darf die in einem anderen gesetzlich geordneten Verfahren getroffenen tatsächlichen Feststellungen nach § 57 Abs. 2 BDG seiner Entscheidung nur dann ohne erneute Prüfung zugrunde legen, wenn sie nicht bestritten werden. |
| Rechtsgebiete: | GG, BDG, VwGO |
| Vorschriften: | GG Art. 103 Abs. 1, BDG § 13 Abs. 1, BDG § 13 Abs. 2, BDG § 57 Abs. 2, BDG § 58 Abs. 1, BDG § 58 Abs. 2, BDG § 65 Abs. 1, BDG § 65 Abs. 3, BDG § 69, VwGO § 86 Abs. 1, VwGO § 130a, |
| Stichworte: | Rechtliches Gehör, vorweggenommene Beweiswürdigung, Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme, |
| Verfahrensgang: | VG München, VG M 13B DK 05.5514 vom 22.02.2006 VGH München, VGH 16b D 06.942 vom 16.03.2007 |
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