JuraForum.de > Urteile > BVERFG > Urteil vom 30.07.2008, Aktenzeichen: 1 BvR 3262/07
| Leitsatz: | 1. Entscheidet sich der Gesetzgeber aufgrund des ihm zukommenden Einschätzungs-, Wertungs- und Gestaltungsspielraums für ein Konzept des Nichtraucherschutzes in Gaststätten, das den Gesundheitsschutz im Ausgleich insbesondere mit der Berufsfreiheit der Gaststättenbetreiber verfolgt, so müssen Ausnahmen vom Rauchverbot derart gestaltet sein, dass sie auch bestimmte Gruppen von Gaststätten - hier: die getränkegeprägte Kleingastronomie - miterfassen, um bei diesen besonders starke wirtschaftliche Belastungen zu vermeiden. 2. Es stellt einen gleichheitswidrigen Begünstigungsausschluss dar, wenn gesetzlich in Gaststätten zugelassene Raucherräume in Diskotheken untersagt sind. |
| Rechtsgebiete: | GG, LNRSchG Baden-Württemberg, NRSG Berlin |
| Vorschriften: | GG Art. 12 Abs. 1, GG Art. 14 Abs. 1, GG Art. 3 Abs. 1, GG Art. 2 Abs. 1, GG Art. 1 Abs. 1, LNRSchG Baden-Württemberg § 7, NRSG Berlin § 2 Abs. 1 Nr. 8, NRSG Berlin § 4 Abs. 3, NRSG Berlin § 6 Abs. 2, NRSG Berlin § 7 Abs. 2, |
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