JuraForum.de > Urteile > BVERFG > Beschluss vom 19.07.2000, Aktenzeichen: 1 BvR 539/96
| Leitsatz: | Leitsätze zum Beschluss des Ersten Senats vom 19. Juli 2000 - 1 BvR 539/96 - 1. Das Betreiben einer öffentlichen Spielbank ist, solange diese Tätigkeit nicht gesetzlich verboten und privaten Unternehmen zugänglich ist, Ausübung eines Berufs im Sinne von Art. 12 Abs. 1 GG. 2. Beschränkungen des Zugangs zu diesem Beruf sind zulässig, wenn mit ihnen wichtige Gemeinwohlbelange verfolgt werden und der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz gewahrt ist. 3. Die Regelungen des baden-württembergischen Spielbankenrechts von 1995 und 1996 über die Trägerschaft der öffentlichen Spielbanken in Baden-Baden und Konstanz sind mit dem Grundrecht der Berufswahlfreiheit aus Art. 12 Abs. 1 GG unvereinbar und nichtig, weil sie den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit nicht wahren. |
| Rechtsgebiete: | SpBG, BVerfGG, GG |
| Vorschriften: | SpBG § 13 Abs. 1 Satz 2, SpBG § 13 Abs. 2 Satz 1, SpBG § 13 Abs. 1 Satz 3, SpBG § 1 Abs. 3, SpBG § 1 Abs. 5, SpBG § 6, SpBG § 7, SpBG § 1 Abs. 4, BVerfGG § 90 Abs. 2 Satz 1, BVerfGG § 90 Abs. 2 Satz 2, BVerfGG § 23 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1, BVerfGG § 95 Abs. 3 Satz 1, BVerfGG § 35, BVerfGG § 34 a Abs. 2, BVerfGG § 34 a Abs. 3, GG Art. 12 Abs. 1, GG Art. 1, GG Art. 70 Abs. 1, GG Art. 106 Abs. 2 Nr. 6, GG Art. 14 Abs. 1, GG Art. 14, GG Art. 19 Abs. 3, |
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