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JuraForum.deUrteileBundesverfassungsgerichtBeschluss vom 17.07.2003, Aktenzeichen: 2 BvR 497/03 

BVERFG – Aktenzeichen: 2 BvR 497/03

Beschluss vom 17.07.2003


Rechtsgebiete:BVerfGG, StGB, StPO, GG
Vorschriften:§ 32 Abs. 1 BVerfGG, § 93d Abs. 2 BVerfGG, § 184 Abs. 5 Satz 2 StGB, § 33a StPO, § 98 Abs. 2 Satz 2 StPO, § 110 StPO, § GG Art. 12 Abs. 1, § GG Art. 13 Abs. 1, § GG Art. 13 Abs. 2, § GG Art. 19 Abs. 4, § GG Art. 101 Abs. 1 Satz 2, § GG Art. 103 Abs. 1
Verfahrensgang:Kammergerichts 5 Ws 257/03 vom 02.06.2003
Kammergerichts 5 Ws 82/02 vom 23.04.2003
Kammergerichts 5 Ws 82/02 vom 03.03.2003
LG Berlin 502 Qs 109/02 vom 17.04.2003
LG Berlin 502 Qs 109/02 vom 07.04.2003
LG Berlin 502 Qs 109/02 vom 21.01.2003
LG Berlin 502 Qs 109/02 vom 06.12.2002
LG Berlin 502 Qs 109/02 vom 06.11.2002
AG Tiergarten 353 Gs 605/03 vom 06.02.2003
AG Tiergarten 353 Gs 4471/02 vom 26.08.2002

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1. Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG schützt den leiblichen, aber nicht rechtlichen Vater (so genannter biologischer Vater) in seinem Interesse, die rechtliche Stellung als Vater einzunehmen. Ihm ist verfahrensrechtlich die Möglichkeit zu eröffnen, die rechtliche Vaterposition zu erlangen, wenn dem der Schutz einer familiären Beziehung zwischen dem Kind und seinen rechtlichen Eltern nicht entgegensteht.

2. Auch der biologische Vater bildet mit seinem Kind eine von Art. 6 Abs. 1 GG geschützte Familie, wenn zwischen ihm und dem Kind eine sozial-familiäre Beziehung besteht. Der Grundrechtsschutz umfasst auch das Interesse am Erhalt dieser Beziehung. Es verstößt gegen Art. 6 Abs. 1 GG, den so mit seinem Kind verbundenen biologischen Vater auch dann vom Umgang mit dem Kind auszuschließen, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient.

3. Zur Verfassungsmäßigkeit der §§ 1600, 1685 BGB, § 1711 Abs. 2 BGB a.F.
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