JuraForum.de > Urteile > BVERFG > Beschluss vom 12.04.2005, Aktenzeichen: 2 BvR 1027/02
| Leitsatz: | 1. Die Strafprozessordnung erlaubt die Sicherstellung und Beschlagnahme von Datenträgern und hierauf gespeicherten Daten als Beweisgegenstände im Strafverfahren. 2. Bei Durchsuchung, Sicherstellung und Beschlagnahme von Datenträgern und darauf vorhandenen Daten muss der Zugriff auf für das Verfahren bedeutungslose Informationen im Rahmen des Vertretbaren vermieden werden. 3. Zumindest bei schwerwiegenden, bewussten oder willkürlichen Verfahrensverstößen ist ein Beweisverwertungsverbot als Folge einer fehlerhaften Durchsuchung und Beschlagnahme von Datenträgern und darauf vorhandenen Daten geboten. |
| Rechtsgebiete: | GG |
| Vorschriften: | GG Art. 2 Abs. 1, GG Art. 12 Abs. 1, GG Art. 13 Abs. 1, GG Art. 13 Abs. 2, GG Art. 20 Abs. 3, |
| Verfahrensgang: | LG Hamburg 618 Qs 52/02 vom 25.06.2002 LG Hamburg 618 Qs 54/02 vom 20.06.2002 LG Hamburg 618 Qs 52/02 vom 14.06.2002 AG Hamburg 164 Gs 737/02 - 5100 Js 85/02 vom 04.06.2002 AG Hamburg 164 Gs 737/02 - 5100 Js 85/02 vom 07.05.2002 |
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