JuraForum.de > Urteile > BVERFG > Beschluss vom 08.11.2006, Aktenzeichen: 2 BvR 796/02
| Leitsatz: | Die Vollstreckung der lebenslangen Freiheitsstrafe über den durch die besondere Schwere der Schuld bedingten Zeitpunkt hinaus aus Gründen der Gefährlichkeit des Straftäters verletzt weder die Garantie der Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 GG) noch das Freiheitsgrundrecht aus Art. 2 Abs. 2 Satz 2 GG. Die konkrete und grundsätzlich auch realisierbare Chance des Verurteilten auf Wiedererlangung der Freiheit ist durch strikte Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes bei der Entscheidung über die Aussetzung der lebenslangen Freiheitsstrafe sicherzustellen. |
| Rechtsgebiete: | GG, StGB |
| Vorschriften: | GG Art. 1 Abs. 1, GG Art. 2 Abs. 1, GG Art. 2 Abs. 2 Satz 1, GG Art. 2 Abs. 2 Satz 2, GG Art. 3 Abs. 1, GG Art. 19 Abs. 2, GG Art. 19 Abs. 4, GG Art. 20 Abs. 3, GG Art. 103 Abs. 2, GG Art. 103 Abs. 3, GG Art. 104 Abs. 1, StGB § 57 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, StGB § 57 a Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, StGB § 57 a Abs. 1 Satz 2, StGB § 211, |
| Verfahrensgang: | OLG Hamm 1 Ws (L) 5/05 vom 27.07.2006 OLG Hamm 1 Ws (L) 5/02 vom 23.04.2002 LG Aachen 33 StVK 306/04 K vom 01.08.2005 LG Düsseldorf StVK 202/00 K (72) vom 20.02.2002 OLG Koblenz 2 Ws 308/02 vom 22.07.2002 OLG Koblenz 2 Ws 308/02 vom 08.07.2002 OLG Koblenz 2 Ws 308/02 vom 22.04.2002 LG Koblenz 7 StVK 583/98 vom 29.01.2002 |
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