JuraForum.de > Urteile > BSG > Urteil vom 30.09.2008, Aktenzeichen: B 4 AS 57/07 R
| Leitsatz: | 1. Zinsgutschriften aus Sparguthaben sind Einnahmen in Geld und als Einkommen des Hilfebedürftigen zu berücksichtigen, wenn sie diesem nach Antragstellung zugeflossen sind. Dies gilt auch dann, wenn es sich beim verzinsten Kapital um Schonvermögen handelt. 2. Entfällt durch die Berücksichtigung einer einmaligen Einnahme die Bedürftigkeit des Hilfebedürftigen und Leistungspflicht des Grundsicherungsträgers im Zuflussmonat nicht in vollem Umfang, besteht kein Anspruch auf Verteilung der einmaligen Einnahme auf künftige Zeiträume. |
| Rechtsgebiete: | SGG, SGB II, Alg II-V |
| Vorschriften: | SGG F: 26.03.2008 § 144 Abs 1 S 1 Nr 1, SGG F: 17.08.2001 § 144 Abs 1 S 1 Nr 1, SGB II F: 20.07.2006 § 9 Abs 1, SGB II F: 20.07.2006 § 11 Abs 1 S 1, SGB II F: 20.07.2006 § 11 Abs 2 S 1 Nr 7, SGB II F: 20.07.2006 § 11 Abs 3 Nr 1 Buchst a, SGB II F: 20.07.2006 § 12 Abs 1, SGB II F: 24.12.2003 § 37 Abs 2, Alg II-V F: 22.08.2005 § 2 Abs 3 S 1, Alg II-V F: 22.08.2005 § 2 Abs 3 S 3, Alg II-V F: 22.08.2005 § 2b, |
| Stichworte: | sozialgerichtliches Verfahren - Berufungssumme - Rechtsänderung - Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommens- oder Vermögensberücksichtigung - Zinsgutschrift aus Schonvermögen - Zuflussprinzip - kein vollständiger Wegfall der Hilfebedürftigkeit - Aufrechterhaltung Sozialversicherungsschutz - kein Anspruch auf Verteilung der Einnahme auf angemessenen Zeitraum - keine Absetzung von Zinseinnahmen, |
| Verfahrensgang: | SG Karlsruhe, S 13 AS 4847/06 vom 07.02.2007 LSG Stuttgart, L 8 AS 1219/07 vom 26.10.2007 |
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