BSG – Aktenzeichen: B 6 KA 13/07 R

Urteil vom 05.11.2008


Leitsatz:Ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie kann trotz bestehender Zulassungsbeschränkungen für Nervenärzte und Psychotherapeuten als ausschließlich psychotherapeutisch tätiger Arzt zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassen werden, sofern in der Gruppe der Psychotherapeuten der den Ärzten vorbehaltene Versorgungsanteil noch nicht ausgeschöpft ist.
Rechtsgebiete:SGB V, Ärzte-ZV, ÄBedarfsplRL
Vorschriften:§ 92 Abs 1 S 2 Nr 9 SGB V, § 95 Abs 2 S 1 SGB V, § 95 Abs 2 S 4 SGB V, § 95 Abs 13 SGB V, § 101 Abs 1 S 1 Nr 3 SGB V, § 101 Abs 1 S 2 SGB V, § 101 Abs 4 S 5 SGB V, § 101 Abs 4 S 6 SGB V, § SGB V 103 Abs 1, § SGB V 103 Abs 2, § 16b Ärzte-ZV, § 19 Abs 1 S 2 Ärzte-ZV, § 4 Abs 1 Nr 9 ÄBedarfsplRL, § 4 Abs 2 Nr 3 ÄBedarfsplRL, § 4 Abs 2 Nr 4 ÄBedarfsplRL, § 11 Abs 1 Nr 4 ÄBedarfsplRL, § 11 Abs 2 S 3 ÄBedarfsplRL, § 16 ÄBedarfsplRL, § 22 ÄBedarfsplRL, § 25 Abs 1 S 1 ÄBedarfsplRL, § 25 Abs 2 ÄBedarfsplRL
Stichworte:Vertragsärztliche Versorgung - Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie - gesperrter Planungsbereich - Zulassung als ausschließlich psychotherapeutisch tätiger Arzt bei Nichtausschöpfung des den Ärzten vorbehaltenen Versorgungsanteils
Verfahrensgang:SG Stuttgart, S 5 KA 8173/04 vom 31.05.2005
LSG Stuttgart, L 5 KA 2537/05 vom 15.03.2006

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1. Aus der arzneimittelrechtlichen Zulassung kann nur dann auf die Verordnungsfähigkeit im Rahmen der GKV geschlossen werden, wenn die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit des Arzneimittels geprüft wurden (Fortführung von BSG vom 23.7.1998 - B 1 KR 19/96 R = BSGE 82, 233 = SozR 3-2500 § 31 Nr 5 und vom 27.9.2005 - B 1 KR 6/04 R = BSGE 95, 132 = SozR 4-2500 § 31 Nr 3).

2. Ein Vertragsarzt, der ein Arzneimittel verordnet, das mangels Überprüfung der Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit nicht verordnungsfähig ist, kann wegen der Verordnungskosten in Regress genommen werden.
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