JuraForum.de > Urteile > BSG > Urteil vom 05.07.2007, Aktenzeichen: B 9/9a VS 3/06 R
| Leitsatz: | 1. Die Bundeswehrverwaltung darf gemäß § 88 SVG nach Beendigung des Wehrdienstes durch Verwaltungsakt nur feststellen, ob eine Gesundheitsstörung oder der Tod Folge einer Wehrdienstbeschädigung ist, soweit Leistungen nach § 41 Abs 2, §§ 85, 86 SVG in Betracht kommen. 2. Außerordentliche Unfallgefahren sind keine gesundheitsschädigenden Verhältnisse iSd § 81 Abs 2 Nr 3 SVG. 3. Entsprechend den Grundsätzen der gesetzlichen Unfallversicherung genießt ein Soldat Versorgungsschutz auch bei Handlungen, die in einem engen inneren Zusammenhang mit dem Dienst stehen. Das kann der Fall sein, wenn der Soldat bei privaten Verrichtungen besonderen Gefahren seiner auswärtigen Dienstunterkunft erliegt (Bestätigung von BSG vom 22.9.1971 - 10 RV 330/70 = BSGE 33, 141 = SozR Nr 1 zu § 81 SVG und BSG vom 13.2.1975 - 8 RU 86/74 = BSGE 39, 180 = SozR 2200 § 548 Nr 7). |
| Rechtsgebiete: | SVG, SGG |
| Vorschriften: | SVG § 88 Abs 1 S 1, SVG § 88 Abs 1 S 2, SVG § 88 Abs 2 S 1, SVG § 88 Abs 2 S 2, SVG § 41 Abs 2, SVG § 81 Abs 2 Nr 3, SVG § 81 Abs 1, SVG § 85, SVG § 86, SVG F: 21.12.2004 § 81c, SVG F: 06.05.1999 § 81c, SGG § 55 Abs 1 Nr 3, SGG § 75 Abs 5, |
| Stichworte: | Soldatenversorgung - Wehrdienstbeschädigung - Wehrübung im Ausland - gesundheitsschädigende Verhältnisse - innerer Zusammenhang -Wehrdienst - Freizeit - Betriebseinrichtung - besondere Gefahr - tödlicher Unfall beim Baden im Meer - Feststellungsklage - Feststellungsinteresse - Wehrverwaltung - Versorgungsverwaltung - Beiladung, |
| Verfahrensgang: | SG Oldenburg, S 15 V 12/02 vom 01.07.2003 LSG Celle-Bremen, L 13 VS 3/06 vom 01.06.2006 |
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