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JuraForum.deUrteileBundessozialgerichtUrteil vom 03.08.2006, Aktenzeichen: B 3 KR 7/05 R 

BSG – Aktenzeichen: B 3 KR 7/05 R

Urteil vom 03.08.2006


Leitsatz:Gibt ein Apotheker vertragsärztlich verordnete Arzneimittel unter Verstoß gegen bundeseinheitlich vereinbarte Abgabevorschriften ab, steht ihm gegen die Krankenkasse auch dann kein Anspruch auf Vergütung zu, wenn sich die Arzneimittelabgabe nachträglich als sachgerecht erweist.
Rechtsgebiete:SGB I, SGB V, BGB, SGG
Vorschriften:§ 51 Abs 1 SGB I, § 12 Abs 1 SGB V, § 129 Abs 1 Nr 2 SGB V F: 28.10.1996, § 129 Abs 1 S 1 Nr 3 SGB V, § 129 Abs 2 SGB V, § 129 Abs 3 Nr 1 SGB V, § 69 S 3 SGB V F: 12.12.1999, § 433 Abs 2 BGB, § 812 Abs 1 S 1 Alt 1 BGB, § 54 Abs 5 SGG
Stichworte:Krankenversicherung, Apotheker, Arzneimittelabgabe, Verstoß gegen bundeseinheitlich vereinbarte Abgabevorschriften, kein Vergütungsanspruch auch bei nachträglicher Sachgerechtigkeit, allgemeine Leistungsklage, Geltung der Vorschriften für das Kaufrecht ab 1.1.2000, Rechnungs- und Taxberichtigung
Verfahrensgang:SG Magdeburg S 16 KR 315/99 vom 10.05.2001
LSG Halle L 4 KR 30/01 vom 31.01.2005

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